Ev.-Luth. Kirchgemeinde Gundorf-Böhlitz-Ehrenberg
Ev.-Luth. Kirchgemeinde Gundorf-Böhlitz-Ehrenberg

Über 30 Jahre lang hat das Kirchenkabarett KLÜNGELBEUTEL (Ulrike und Wolfram Behmenburg) das kirchliche und religiöse Leben hierzulande satirisch begleitet. Auch auf Kirchen- und Katholikentagen waren die beiden ehemaligen Kölner mit ihren Stücken regelmäßig präsent. Inzwischen sind die beiden seit vielen Jahren Leipziger und außerdem im Kabarett- Ruhestand. Einzig das neuartige Format „Bibel trifft Kabarett"', das im Winterhalbjahr einmal monatlich in der Ev. Peterskirche bzw. der kath. Propstei stattfindet, veran-stalten sie noch.

Am Samstag, den 24. Oktober, um 20 Uhr, machen die beiden Kabarettisten nun noch mal einen kleinen Abstecher in die Vergangenheit. Anlässlich des Partnerschaftstreffens mit der Gemeinde aus Kirchtimke präsentieren sie auf der Kirchen-Bühne noch mal einige ihrer Stücke, erzählen über Hintergründe und lassen dabei auch ein bisschen deutsch-deutsche (Kirchen-)Geschichte wieder aufleben. Zum Ende hin wird dann „Wolfram der Zweite" (so heißt Wolfram mit seinem Künstlernamen als Liedermacher) mit einigen seiner Lieder das Abendprogramm abrunden.

Seien Sie herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei.

Es wird um Spenden zur Deckung der Kosten gebeten.

"Wort und Klang"
Was Sprache mit Menschen macht

1938 brannten in Deutschland die Synagogen. Keine zwei Jahre später brannten die Menschen, die einer „Sonderbehandlung" unterzogen wurden, um sie der „Endlösung" zuzuführen. Dass dies möglich war, relativ geräuschlos und ohne allzu beträchtliche Widerstände, dass der Schrei des Entsetzens ausblieb, das hat auch mit Sprache zu tun. Mit einer Sprache, die sich verändert hatte, weil sie bewusst verändert wurde. Mit der Sprache des Dritten Reiches - der LT, der Lingua Tertii Imperii, die der Dresdner Sprachwissenschaftler Victor Klemperer in seinen Tagebüchern analysierte und beschrieb. Victor Klemperer, 1881 in Landsberg/Warthe geboren, verlor, weil jüdischer Herkunft, 1935 seinen ordentlichen Lehrstuhl für Romanistik an der Technischen Hochschule in Dresden. Dem Benutzungsverbot von Bibliotheken folgte die Einweisung in verschiedene „Judenhäuser" in seiner Heimatstadt. Sein und seiner Frau Eva Überleben verdankt er ausgerechnet dem dramatischen Sterben der Menschen und Dresdens in der Bombennacht des 13. Februar 1945. Martin Walser sagt mit Blick auf Klemperers Tagebücher: „Ich kenne keine andere Mitteilungsart, die uns die Wirklichkeit der NS-Diktatur faßbarer machen kann, als es die Prosa Klemperers tut. Nirgends sonst habe ich den Verbrecherstatus der damaligen Machthaber so erleben können wie in diesen Tagebüchern. Wie der staatlich produzierte Haß die einen zur puren Bösartigkeit, andere zur reinen Menschlichkeit motiviert. Andere zum Wegschauen." Am 14. November, 19 Uhr, stellen Axel Thielmann gemeinsam mit dem Leipziger KlangProjekt die Sprache der Nationalsozialisten und das Leben Klemperers mit einem sehr emotionalen literarisch-musikalischen Programm in den Mittelpunkt. Auch angesichts der Gefahr, die von populistischen Sprachvereinfachern unserer Tage und von denen ausgeht, die beständig bemüht sind, die Grenzen des Sagbaren hin zum Unmenschlichen zu verschieben, sind seine Texte hochaktuell. Dass Victor Klemperer am Ende seiner LTI vor einer LQI, einer Lingua Quarti Imperii, warnt, dürfen wir nicht überhören.
14. November, 19 Uhr, Kirchgemeindehaus Böhlitz-Ehrenberg

Bilder gesucht:

Auf dem Titelblatt des Gemeindebriefes im Oktober 2023 konnten Sie sehen, wie unser Kirchsaal früher einmal ausgesehen hat. Es gibt nur sehr wenige Fotos, auf denen der Originalzustand unseres Gemeindehauses zu sehen ist. 
Einige Details sind leider in der Vergangenheit schon verloren gegangen, so zum Beispiel die ursprünglichen Deckenlampen, Teile der Wandverkleidung oder die Balustrade an der Bühne. Diese sind der Nachwelt nur noch auf wenigen Fotos erhalten. Um die Sanierung irgendwann einmal in Angriff zu nehmen, benötigen wir möglichst viele Informationen zum Originallzustand des Hauses und seiner Ausstattung:
Deshalb an dieser Stelle unsere Bitte an Sie: Wir suchen Fotos aus vergangenen Tagen, auf denen die Innenräume des 1. Obergeschosses  zu sehen sind und die vor 1985 aufgenommen wurden. 
Sollte jemand alte Bilder, gerne auch von Taufen, Konfirmationen   oder anderen Veranstaltungen finden, auf denen im Hintergrund Details unserer Innenräume, wie z.B. Lampen, Wandverkleidungen etc. zusehen sind, dürfen sie uns gerne zugesendet oder zu den Sprechstunden in die Kanzlei gebracht werden. Nachdem die Bilder eingescannt wurden, bekommt jeder seine Bil-dern unversehrt zurück! Wenn Sie Bilder digital übermitteln möchten, nutzen Sie bitte diese E-Mail-Adresse: kristin.scholle@evlks.de
Wir freuen uns auf Ihre Hilfe!
Kristin Scholle im Namen des  Kirchenvorstandes